Haaranalyse ( Alkohol, Drogen, EtG ) als Abstinenznachweis für die MPU

Immer häufiger wird als MPU-Abstinenznachweis die Haaranalyse gewählt. Diese gibt es seit einiger Zeit nicht mehr nur zum Nachweis von Drogenabstinenz, sondern auch zum Nachweis von Alkoholabstinenz (EtG).

Das, was die Haaranalyse vergleichsweise angenehm macht ist, dass Sie die Entnahmetermine von den Haarproben in hohem Maße selbst bestimmen können. Das ist z.B. bei einem Urinscreening (EtG),  bei dem Sie unvorhergesehen einbestellt werden und innerhalb 24 Stunden erscheinen müssen deutlich anders.
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Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie Drogen- oder Alkoholabstinenz auf diese Weise rückwirkend nachweisen können. Bei Alkohol pro Haaranalyse drei Monate (3cm) und bei Drogen zur Zeit noch zwölf Monate (12 cm) bald allerdings nur noch sechs Monate (6 cm).

Für Betroffene, die ab dem 1.Mai 2014 in die MPU gehen gelten neue Kriterien zum Teil aber auch noch Übergangsregeln. Laut der am 1. Mai 2014 für alle Begutachtungsstellen in Kraft getretenen neuen Beurteilungskriterien zur Überprüfung der Fahreignung werden bei Drogenabstinenznachweisen durch Haaranalysen nur noch Nachweise über jeweils maximal sechs Monate akzeptiert. Ob bei Ihnen eine Übergangsregel greift, muss im Einzelfall geklärt werden.

Die Betroffenen können nach den neuen Kritereien bei einer Drogenfragestellung nicht mehr wie bisher ihre Haare wachsen lassen und in der MPU von der Ärztin / dem Arzt zwölf cm entnehmen lassen ! ! ! ! Dort werden dann nur noch sechs cm entnommen und untersucht und Betroffene, die aber einen Nachweis über zwölf Monate vorweisen müssen, um die MPU zu bestehen, müssen zur MPU einen einen weiteren anerkannten Nachweis über die fehlenden sechs Monate mitbringen, z.B. eine Haaranalyse über sechs cm, welche sechs Monate vor der MPU entnommen wurdezurück

Falls Sie mehrere Haaranalysen als Nachweis brauchen (bei Alkohol z.B. 4 mal 3cm), sollten Sie die Termine dafür gut planen und im Auge behalten. Es dürfen möglichst keine Lücken entstehen. Wichtig ist auch, dass das letzte Ergebnis der Haaranalyse für den Gesamtzeitraum, den Sie nachweisen wollen, am MPU-Tag nicht älter sein sollte, als zwei Monate – selbst in Ausnahmefällen mit plausiblen Gründen keinesfalls älter als vier Monate. Ist der Zeitraum bei Ihnen länger, lassen Sie sich unbedingt vorher beraten, was Sie machen können. …mehr

Die Haaranalyse gilt als der sicherste Nachweis. Voraussetzung ist aber, dass Ihre Haare lang genug sind (pro Monat, den Sie nachweisen wollen, 1 cm). Wenn Ihre Haare  gefärbt oder blondiert sind, gelten je nachdem, ob es um Drogen oder Alkohol geht,  bestimmte Ausschlüsse (dass es nicht möglich ist) oder Zusatzanforderungen (dass Sie für einen bestimmten Zeitraum noch etwas machen müssen).Auch hier sind ab 1.Mai 2014 bestimmte Änderungen geplant – Bis dahin werden Haaranalysen mit blondierten Haaren z.T. noch anerkannt… – Das lässt sich nur im Einzelfall klären.

Manchmal ist es eine Lösung, statt Kopfhaare andere Körperhaare zu verwenden. Obwohl diese langsamer wachsen, können Sie damit allerdings trotzdem pro cm nur jeweils einen Monat nachweisen und auch hier wird mit Inkrafttreten der neuen Beurteilungskriterien für den Bereich Alkohol die Einschränkung gelten, dass der Nachweis mit Achselhaaren dann nicht mehr möglich ist.zurück

Ab dem 1. Mai 2014 dürfen nur noch ganz bestimmte Fachärzte und Instutionen z.B. Begutachtungsstellen unter genau festgelegten sehr aufwendig einzuhaltenden formalen Auflagen anerkannte Haaranalysen durchführen. MPU-Vorbereiter gehören leider nicht mehr dazu.

Bei Interesse an unserer Vorbereitung sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie mit uns einen Termin für ein kostenloses Informationsgespräch. Kontakt

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